Chronik Des Vergessens - Buchrezensionen

"Die Stimme aus dem Jenseits spricht in nüchterner Sprache, in manchmal berührenden Bildern, ab und an aber hart am Klischee: ein sympathischer Versuch das Erlöschen zu erzählen, der ‚unziemlich‘ an die Grenze des Sagbaren stößt … Ein erzählstrategischer Coup rettet den Text furios vor dem Scheitern: im letzten Kapitel offenbart Sebastijan Pregelj, dass die Erzählung des Erlöschens nicht wirkliche Chronik des Vergessens, wohl aber die empathische Projektion des Überlebenden ist. Der auktoriale Erzähler schildert, wie sich ein Altenpfleger die letzten Jahre seines Patienten imaginiert. Der Pfleger ist – unterstelle ich – im Alter des Autors …"

Reinhard Kacianka, Generalist und Kulturwissenschaftler an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Die Brücke, August - September 2017

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